IT-Demand-Management

„IT-Demand-Management – Nerds im Nadelstreifen oder Businessleute im Holzfällerhemd?“

Referent:  Alexander Schwarz  |  corporate quality consulting GmbH
Raum: 204

Die Geschichte über die IT, die lernte, die Fachseite zu verstehen…

und umgekehrt.

Über die Implementierung eines IT-Demand Managements bei einem international tätigen automobilen Finanzdienstleister

„Diese Fachabteilungen! Pausenlos schmeißen sie uns irgendwelche Anforderungen für IT-Vorhaben über den Zaun, und wir sollen am besten gestern schon liefern! Alles Prio 1! Ach ja… und wir dürfen uns selbst zusammenreimen, was sich hinter ihren Business-Floskeln verbirgt!“

„Diese IT-Abteilung! Ein schwarzes Loch, in das wir massig Geld reinwerfen, und heraus kommt meist etwas, mit dem wir nichts anfangen können. Und alle Projekte dauern immer ewig! Wie sollen wir da noch auf den Markt reagieren? Und als Ausrede kommt dann irgendwas mit Code und Schnittstellen und Integration. Wer soll die denn verstehen?“

Kommen Ihnen die Aussagen irgendwie bekannt vor? Wir machen häufig die Beobachtung, dass in den Unternehmen die Fachseite und die IT unterschiedliche Sprachen sprechen und dass die Unzufriedenheit auf beiden Seiten stetig zunimmt. Diese Probleme ergeben sich gerade in großen Unternehmen durch alte „Silo-Prozesse“. Früher hatte jeder Fachbereich seine IT, und jeder entwickelte die IT-Systeme, die für seinen Bereich nützlich waren. Spätestens ab dem Zeitpunkt, ab dem mehrere Fachbereiche zusammenarbeiten sollten, wurden diese häufig redundanten Systeme und Datenbanken zu einem Risiko und Kostenproblem. Addiert man zu dieser Tatsache die immer kürzer werdenden Innovationszyklen auf dem Markt und die hohe Durchdringung jedes Wertschöpfungsprozesses durch die IT, wird es unabdingbar, die Scheuklappen abzulegen und alte Zöpfe abzuschneiden, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Eine Lösung für dieses Problem ist ein zentraler koordinierender Prozess an der Schnittstelle zwischen Business und IT: Das IT Demand Management. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass alte Zöpfe manchmal sehr stabil sein können und dass die Einführung eines IT Demand Managements mit vielen Herausforderungen verknüpft ist. Diese Herausforderungen und ihre Lösungen werden im Best-Practice-Vortrag thematisiert und am Beispiel eines international operierenden Finanzdienstleisters erörtert.

Über den Referenten

Alexander Schwarz trat 1997 in die Luftwaffe ein. Nach dem Besuch der Offizierschule der Luftwaffe studierte er an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg Pädagogik. Anschließend wurde er in El Paso, Texas, zum Feuerleitoffizier PATRIOT ausgebildet und war als solcher bei der 2./FlaRakGrp 25 in Barnstorf eingesetzt. 2005 wechselte er in die IT-Laufbahn und war zunächst am Zentrum für Transformation der Bundeswehr mit der Einführung von SAP in die Bundeswehr (SASPF) befasst. Danach wechselte er als Dezernent für die Weiterentwicklung der IT in der Streitkräftebasis an das Streitkräfteamt.

Seit 2011 ist Alexander Schwarz Senior Consultant beim IT-Beratungshaus corporate quality consulting in Siegburg. Mit IT Demand Management befasst er sich nicht nur in der praktischen Konzeption und Umsetzung, sondern er vertieft das Thema auch durch wissenschaftliche Studien. Unter anderem befasst er sich auch im Rahmen seiner Master Thesis im MBA-Studium mit dem Themenkomplex.

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